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MIT EINER KARTE VON ENGLAND, EINEM PLANE VON LONDON, EINER ENGL.
MÜNZTAFEL, ZAHLREICHEN ABBILDUNGEN IM TEXT UND 22 VOLLBILDERN

AUF TAFELN.

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ALLE RECHTE, EINSCHLIESZLICH DES ÜBERSETZUNGSRECHTS, VORBEHALTEN. NIVERSITY

CALIFORNIA

AUS DEM VORWORT ZUR ERSTEN AUFLAGE.

Das 1879 in Aussicht gestellte Lesebuch erscheint hier endlich. Da der Herausgeber der „Formenlehre“, welcher dasselbe geplant hatte, inzwischen in die akademische Karriere übergegangen ist, hat er sich einen alten Schulfreund, der als Schulmann tätig ist, zur Hilfe herangezogen. Die gemeinschaftliche Arbeit begann Ende 1884. Es ist uns nicht gelungen, schnell zu arbeiten, und wir kommen etwas spät. Inzwischen hat die Bewegung, zu deren ersten Zeichen die „Formenlehre“ wohl gehört, an Boden und Kraft außerordentlich gewonnen, und an ihrem endlichen Siege werden wohl nur sehr Kleinmütige noch zweifeln. Es ist auch schon manches Schulbuch erschienen, das ihr zu dienen verspricht, und es mag vielleicht scheinen, als wenn wir etwas nachgehinkt kämen. Hierüber zu entscheiden, müssen wir den verehrten Fachgenossen überlassen, denen wir das Ergebnis unserer Arbeit hiermit vorlegen.

Wir haben die Sache nicht gerade leicht genommen. Das Inhaltsverzeichnis zeigt schon, daß wir vieles von englischer Schul- und Jugendliteratur benutzt haben. Noch mehr aber haben wir nur prüfen und als nicht benutzbar beseitigen können. Trotzdem halten wir selbst unsere Auswahl noch keineswegs für untadelhaft. Es ist eben ein erster Versuch. Wir haben uns dabei bemüht, durch die von uns ausgewählten Sachen zu ermöglichen, daß der Lehrer, welcher das Buch benutzt, seine Schüler in das Leben englischer Kinder einführe. Dieser Absicht entspricht die Anordnung nach inhaltlich zusammengehörigen Abschnitten, welche das Leben des Kindes in Haus und Schule, Hof und Garten, Feld, Wiese und Wald, in Stadt und Land und zur See, in Scherz und Ernst vorführen. Wir denken uns die Benutzung des Lesebuchs möglich für mindestens zwei Jahre, eher für eine längere als für

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eine kürzere Zeit. Demgemäß haben wir zwei Teile, von welchen der erstere leichtere Texte bringt, die sich auf einfachere Verhältnisse beziehen, während der zweite weitere Kreise umfaßt und schwerere und umfangreichere Stücke vorführt. ... Angehängt sind einige Märchen, sowie eine Anzahl leichter Sachen über die Jahreszeiten. Über die Märchen wollen wir hier weiter nichts sagen, als daß sogar eine fast nur ihretwegen unternommene Fahrt nach London mit zehntägigem Suchen im Britischen Museum nichts Besseres zutage gefördert hat. Die Jahreszeiten stehen besonders, um volle Freiheit der Benutzung zu gewähren, da die Kurse nicht alle im Frühjahr beginnen und ein Einschieben in die nach andern Rücksichten geordneten Texte am Ende herbeigeführt hätte, daß ein Weihnachtsgedicht zur Pfingstzeit an die Reihe gekommen wäre. Die Benutzung dieser beiden Anhänge steht (mit Ausnahme weniger Stücke, die wir in unsern Lehrgang hineinziehen) ganz im Belieben des Lehrers.

Ein kurzer Blick auf unser Inhaltsverzeichnis wird zeigen, daß wir nur spezifisch Englisches bringen (Casabianca und The Three Bears, sowie Beauty and the Beast, auch Guess what wonder I have heard wird man uns wohl verzeihen). Dieses Verfahren ist in den letzten Jahren von immer weiteren Kreisen als richtig anerkannt, und wir haben da also gar nichts Neues mehr. Die gleichzeitig durchgeführte Beschränkung auf englisches Kinderleben begründen wir damit, daß hier für unsere Schüler die natürlichen Anknüpfungspunkte geboten sind, daß ihnen hier unendlich vieles bekannt und vertraut erscheint, daß vom Heimischen abweichende Verhältnisse lebhaft interessieren müssen, daß Frische und Leben bei diesen Stoffen in den Unterricht kommen müssen. Man wird einwenden, die Stoffe seien vielfach zu kindlich, wenn nicht gar kindisch. Dagegen verweisen wir auf die auch schon von anderer Seite (z. B. Kühn) gemachte Bemerkung, daß es dem fremdsprachlichen Unterrichte besonders in seinen Anfängen wohl gestattet sein mag, Stoffe vorzuführen, welche inhaltlich recht leicht zu bewältigen sind, damit das Interesse sich desto mehr auf Form und Sprache richten lasse. Es gibt nachher doch noch etwas zu tun, um die einzelnen Sachen zu Gruppen zusammenzuordnen und die Unterschiede vom Heimischen zu fixieren, das fremd-nationale Wesen und Leben klar zu erfassen. Vielleicht wird auch getadelt werden, daß auf diese Art der erste englische Unterricht keine Fühlung mit den andern Lehrstoffen habe. Dafür weckt er aber alte Erinnerungen, frischt früher Gehabtes auf, regt zu Vergleichungen an, ist, wenn er richtig geführt wird, eine Quelle fröhlicher, heiterer Tätigkeit und braucht nur etwas fortzuschreiten und zu erstarken, um als Glied des Lehrplanorganismus immer intensiver teilzunehmen an der gemeinsamen Arbeit. Wir halten auch für gar nicht ausgeschlossen (im Gegenteil), daß nach Bewältigung der ersten sprachlichen Schwierigkeiten, sobald es der Standpunkt der Klasse erlaubt, etwas Zusammenhängendes (Belletristisches oder auch Geschichtliches) gelesen und das Lesebuch nur zur Stütze und Illustration der zusammenhängenden Lektüre benutzt werde. Einstweilen glauben wir, daß auch mit dem Lesebuche allein nicht ohne Erfolg gearbeitet werden könne. Wir werden in dem Übungsbuche, das in Kürze folgen wird, versuchen, einen Lehrgang zu skizzieren, der (von den Zahlen und Nursery Rhymes ausgehend) mit Benutzung so ziemlich des sämtlichen im Lesebuche gebotenen Stoffes wobei vieles allerdings nur kursorisch, als Illustration und Schmuck des ausführlich Durchgearbeiteten vorzunehmen wäre

sich bemüht die einzelnen von uns nach inhaltlichen Rücksichten zusammengestellten Abschnitte zu lebensvollen Bildern zu gestalten und zugleich die Fäden, welche zwischen ihnen hin und her führen, zu verknüpfen, damit das Ganze sich

ganisch zusammenschließe. Hieraus erhellt, daß uns fremdsprachlicher Unterricht in hervorragendem Maß als Sachunterricht erscheint. Darüber wollen wir die sprachliche Seite nicht vernachlässigen und hoffen auch nach dieser Hinsicht im Übungsbuche zu zeigen, wie das gebotene Material sich zur Aneignung der Elementargrammatik recht wohl verwenden lasse. Einem Kollegen aber, der die Grammatik von der Lektüre getrennt betreiben will, mag es unbenommen bleiben; vielleicht wird er trotzdem das Lesebuch nicht unverwendbar finden. Unserer Ansicht nach ist allerdings diese Trennung ein methodischer Fehler, gerade so gut wie Grammatik u. drgl.,

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