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Verantwortlichkeit *) erinnert werden, Erl, d. 21. Oct. 245, u. d. C. d. K. Philipp, u. Titian.

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Neunundvierzigster Titel. . . .

Es Ubi p up il l i e du c ari de beant.

E. (Wo Mündel erzogen werden müssen.)

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Die Erziehung deiner Mündel ist keinem Andern, als ihrer Mutter, wenn sie ihnen nicht einen Stiefvater zugeführt hat, anzuvertrauen. Wenn aber darüber zwischen ihr, den Verwandten und den Vormündern Uneinigkeit entstehet, so wird auf Anrufen der Provinzial-Präsident, mit Rücksicht auf die Eigenschaft und die Verwandtschaftsnähe der [streiten"den Personen erwägen, wo der Knabe erzogen werden soll. z. Hat er aber entschieden, bei wem jener erzogen werden - soll, so hat Derjenige -[auf den die Entscheidung des Prätors gefallen ist, die Verbindlichkeit, Das zu thun, was der Prätor befohlen hat. Erl. d. 7. Febr. 223, u. d. 2ten C. d. * Maxim. u. Aelian. f

2. D. K. Diocletianus u. Maximianus an Grata. - Ob dein Enkel [, der von deiner Tochter [geboren ist, bei dir oder bei seines Vaters Bruder sich aufhalten solle, wird nach der Liebe der Einzelnen und darnach, wer wegen der Hoffnung auf die Erbschaft dem Verdachte mehr ausgesetzt sei, beurtheilt werden, Verord. zu Nicomedia, d. 15. Oct., u. d. C. d. Cäsar. -- - - - - - - - Funfzigster Titel. ----De aliment is pupillo praest an dis. (Ueber den dem Mündel zu gewährenden Unterhalt.) 1. D. K. Antoninus an Faustinus. Ein Mündel mag, wenn ihm Unterhalt von seinem Vor- munde nicht gewährt wird, den Provinzial-Präsidenten anru

- fen, und dieser seine Amtsbefugnisse dazu anzuwenden, dass bei Gewährung der Alimente keine Stockung eintrete. Das

145) Welche für sie erwächst, wenn sie die Production jener - Urkunden unterlassen, und demnach ihrer Pflicht, ihrem vormaligen Pflegebefohlenen in dem von ihnen angefangenen Prozesse beizustehen, sich entziehen. Cf l. 5. § 6. D. de adm. et Peric. tut.

selbe ist der Fall *°), sowohl wenn über den Rechtszustand (statu) eines Pflegebefohlenen oder Curanden, als Twenn] über dessen Vermögen Streit obwaltet. Erl. d. 10. Juli 215,

u. d. 2ten C. d. Laetus u. Cerealis.
... 2. D. K. Alex an der an Eupidus.

Der Antrag, dass durch das Ermessen des Prätors die Unterhaltungskosten für die Mündel oder Jünglinge nach Maassgabe der Vermögenslage [derselben festgesetzt werden, machen aus Pflicht sehr oft Diejenigen, welche fremde Geschäfte führen, um nicht beim Richter in Misshelligkeiten zu gerathen. Wenn übrigens ein redlicher Mann und ein unbescholtener Vormund [lediglich nach seinem Ermessen die Mündel unterhalten hat (was zuweilen auch nothwendiger Weise geschehen muss, damit nicht die geheimen Vermögensverhältnisse und die gemuthmasste Schuldenlast bekannt werden, welche lieber zuweilen zu verschweigen, als, wenn nach dem Betrage des Vermögens gefragt wird, von freien Stücken darzuthun, und dem Nutzen der Mündel entgegen bei den VerhandJungen des Richters kund zu geben ist), so wird [jenem] unbedenklich so viel zu gute gerechnet werden, als nach dem Ermessen eines unparteiischen Mannes billiger Maassen für > die Bestreitung der Erziehung, die Dienerschaft und den Unterricht [des Mündels verwendet ist. Und nicht zu dulden - ist ein Jüngling, der, wiewohl er zur Stelle sich befindet, und durch Unterricht gebildet und genährt ist, nicht anerkennt, dass er dies durch einen Andern erlangt, und die [Erstattung der Kosten verweigert, gleichsam als wenn er vom Winde gelebt oder den Unterricht [derl eines freien Mannes [würdig ist, gar nicht genossen habe. Erl. d. 5. Dec. 223, u. d. 2ten C. d. Maxim. u. Aelian.

Einundfünfzigster Titel.

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Arbitriu m tu tel a e 17). : " (Die Vormundschaftsklage.) - 1. D. K. Antoninus an Leo. - Wenn man die Rechnung über die Verwaltung der Vor

146) Nämlich, dass dem Mündel Unterhalt gereicht werden muss, und in dieser Hinsicht keine Stockung eintreten darf. 147) Die Klage, welche dem Mündel gegen den tutor auf Ablegung der Vormundschaftsrechnung, Herausgabe des Mündel- vermögens und Ersatz des zugefügten Schadens zustehet, und gewöhnlich actio tutelae (directa), tutelaejudicium heisst, wird hier arbitrium tutelae genannt. Diese Benennung gründet sich

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mundschaft dir abgefordert hat, so wird weder die Wahrheit, noch ein gehöriger Beweis dadurch entkräftet, dass, wie du anführest, der Erblasser in seinem Testamente den Betrag seines Vermögens zu gross oder zu gering angegeben hat. Erl. d. 27. Sept. 212, u. d. C. d. beiden Asper.

2. Derselbe K. an Praesentinus.

Ob die Schuldner des Vaters bei dem Anfange der übernommenen Vormundschaft zahlungsfähig gewesen und durch ein grobes Versehen des Vormundes zahlungsunfähig während der Dauer der Vormundschaft geworden sind, wird der Richter, welcher für diese Angelegenheit bestellt ist, untersuchen, und wird, wenn offenbar aus Arglist oder augenscheinlicher Nachlässigkeit des Vormundes [von demselben mit der Beitrei

- bung der Schulden gezögert ist, Sorge tragen, zu bestim

men, dass in Folge der Vormundschaftsklage der Schade, der aus der Zögerung entstanden, dem Mündel erstattet werde. Erl. d. 7. Juli 213, u. d. 4ten C. d. Antonin. u. Balbin. 3. Derselbe K. an Vitalius. Wenn dein Curator, nachdem er in Folge eines Decrets des [Provinzial- Präsidenten Geld, welches zur Anschaffung

einer Besitzung [für dich niedergelegt war, erhoben, [damit

für sich ein Grundstück gekauft hat, so hast du die Wahl, ob du jenes Kaufgeschäft als für dich von ihm abgeschlossen ansehen, oder, weil die Gelder in seinen Nutzen verwendet sind, [ausser der Erstattung derselben die gesetzlichen Zinsen [davon] von ihm annehmen willst. Danach wird der für die Vormundschaftsklage bestellte Richter seine Amtspflicht erfüllen. Erl. d. 29. Juni 215, u. d. 2ten C. d. Laetus u. Cerealis.

4. D. K. Alex an der an Aglaus.

Dass Derjenige, welcher seiner väterlichen Erbschaft, der Erlaubniss des Edicts zufolge, sich enthalten hat, mit Erbschaftsklagen belangt werden könne, dafür spricht kein vernünftiger Grund. Auch thut es nichts zur Sache, dass ihm gegen seine Curatoren oder Vormünder, dafern er nicht rathsam sich [jener Erbschaft enthalten haben sollte, eine Klage zustehet; denn in derselben wird nichts von dem, was [Seitens der Curatoren oder Vormünder ihrer Pflicht gemäss geschehen ist oder geschehen muss, vorkommen, sondern es wird nur ihre Fahrlässigkeit und der Betrag des Vortheils,

darauf, dass die Klage zu den actionibus dona- fidei gehört.
- Cf. Cic.de offic. Ä 17. Gaji Inst. IV. 62. und § 28. 30. .
J. de actionibus. - - - - - - - -

der jenem, wenn er sich nicht [der väterlichen Erbschaft enthalten hätte, zu Theil geworden wäre, erörtert werden. Daraus folgt, dass, wenn du dieser Sache wegen mit deinen Vormündern oder Curatoren dich verglichen hast, den Gläubigern deines Vaters an dich kein Anspruch zustehet. Erl. d. 29. April 222, u. d. C. d. K. Alexander.

5. D. K. Gordia nu s an Victorinus.

Dass alle Vormünder, welche eine Vormundschaft Igemeinschaftlich verwaltet haben, oder deren Erben, vor demselben Richter erscheinen müssen, ist schon längst bestimmt. Da du also anführest, dass dein Vater mit einem Andern eine Vormundschaft verwaltet habe, so wird der Provinzial-Präsident gegen dich und die Erben der Mitvormünder deines Vaters denselben Richter bestellen müssen, und dieser wird entscheiden, in wie weit ein Jeder verurtheilt werden müsse. Erl. d. 23. Juli 238, u. d. C. d. Pius u. Pontianus.

6. D. K. Dio cletianus u. Maximianus an Conon u. Andere.

Da vorgetragen wird, dass euer Vormund den Fehltritt [den er sich durch Abschluss eines verbotenen Verkaufs [zu Schulden kommen lassen, sogar durch einen Betrug in Ansehung des Kaufpreises erschwert hat, so wird der Provinzial-Präsident, wenn ihr den Verkauf genehmigen wollet, kein Bedenken tragen, zu befehlen, dass euch der fehlende Theil des Kaufpreises der von eurem Vormund erkauften Sache nebst Zinsen unverzüglich erstattet werde. Anlangend euer Gesuch, dass euch von den Erben Desjenigen, der verkauft hat, der Kaufpreis ausgezahlt werde, so ist dies ein überflüssiges an Uns von euch gerichtetes Verlangen, da es der Erfahrung des [Provinzial- Präsidenten nicht entgangen sein kann, dass die verwaltenden Vormiinder oder deren Erben wegen derjenigen Geschäfte, welche durch sie besorgt sind, zuerst belangt werden müssen, und die übrigen TVormünder wegen ihrer Fahrlässigkeit für den nicht geleisteten Schadensersatz subsidiarisch haften, oder dass, wenn sie erweislich gemeinschaftlich verwaltet haben, auch einen beliebig in Anspruch zu nehmen erlaubt ist, jedoch so, dass die Klagen, welche ihr gegen die Anderen [Vormünder habt, an den ausgewählten [Vormund] abgetreten werden müssen ***). Erl. d. 29. Aug. 290, u. d. 4ten u. 3ten C. d. K.

148) D. h. wenn der eine Vormund als zahlungsfähig ausgewählt und wegen des Ganzen in Anspruch genommen wird, so kann er verlangen, dass ihm die actio tutelae gegen die Mitvormünder abgetreten werde. Cfl. 2. C. de divid. tutela, l. 1. § 18. D. de tut. et ration. distrah.

7. Dieselben K. u. die Cäsar. an A lexander.

Dass Alles, was Minorenne durch die Arglist oder durch ein grobes oder geringes Versehen ihres Vormundes oder Curators verloren, oder, obgleich sie es gekonnt, nicht erworben haben, in die Vormundschaftsklage, oder die analoge Klage aus der Geschäftsführung”) komme, ist nicht ungewissen Rechtens. Verord. d. 12. April, u. d. C. d. K.

8. Dieselben K. u. die Cäsar. an Dalmatius.

Die Belangung von Vormündern mittelst der Vormundschaftsklage wird durch die Einrede der langen Zeit (longi temporis praescriptio) nicht gehindert; daher du, wenn du ihnen nicht durch Vergleich, Novation”) oder Acceptilation s) Befreiung gewährt hast, nicht gehindert bist, bei dem Statt halter der Provinz Das, was dir [von ihnen verschuldet wird, einzuklagen. Verord. d. 18. April, u. d. C. d. K

9. Dieselben K. u. die Cäsar. an Julia nus.

Deinen vormaligen Vormund kannst du bei dem Prätor belangen, sowohl dass er Rechnung [lege], als auch, dass er Das, was als Ueberschuss er verschuldet, [dir herausgebe. Denn obschon vorgetragen wird, dass deine Mutter, nachdem sie dein Vermögen [zur Verwaltung übernommen, deinem Vormunde Schadloshaltung für diese Verwaltung versprochen hat, so stehet dir doch [nur] gegen deinen Vormund die Vormundschaftsklage, nicht aber gegen die Erben deiner Mutter die Klage aus der Stipulation zu. Verord. d. 31. Dec. u. d. C. d. K.

10. Dieselben K. u. die Cäsar. an Pomponius.

Wenn der Verstorbene die Vormundschaft über euch ver. waltet hat, so kannst du nicht das Eigenthum seines Vermögens windiciren oder in Besitz nehmen, sondern es stehet dir gegen seine Erben die Vormundschaftsklage zu. Seine Schuld muss aber durch andere Anzeigen dargethan werden; denn dass weder er selbst, noch seine Ehefrau vor der Verwaltung [der Vormundschaft über dich irgend Vermögen besessen haben, enthält keine hinreichende Anzeige davon. Den Armen kann nämlich weder Fleiss noch Vermehrung ihres Vermöens, welche durch Arbeiten und viele andere Fälle erworÄ wird, untersagt werden. Verörd. zu Sirmium, d. 23. Jan., u. d. C. d. Cäsar.

149) Welche gegen den Curator angestellt werden kann, l. 4. §. 3. l. 13. in fine. D. de tutelae et ration. distrah. 150) Cf B. 4. S. 717. Note 33. dies. Uebers. 151) Cf B, 4. S. 775. Note 147. dies. Uebers, Corp. jur. civ. V. 54

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