Des Herrn Friedrichs von Hagedorn poetische Werke, Volumen2

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J. C. Bohn, 1769

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Página 127 - Zum Henker ! lärmst du dort schon wieder Vermaledeiter Seifensieder ? Ach wäre doch zu meinem Heil Der Schlaf hier, wie die Austern , feil ! Den Sänger, den er früh vernommen, läßt er an einem Morgen kommen.
Página 130 - Mein Herr, Ihr forschet allzusehr; Der eine wenig, mancher mehr; So wies dann fällt: Mich zwingt zur Klage Nichts, als die vielen Feiertage; Und wer sie alle rot gefärbt, Der hatte wohl, wie Ihr, geerbt, Dem war die Arbeit sehr zuwider; Das war gewiß kein Seifensieder.
Página 131 - Herr, lehrt mich bessre Sachen, Als, statt des Singens, Geld bewachen. Nehmt immer euren Beutel hin, Und lasst mir meinen frohen Sinn. Fahrt fort, mich heimlich zu beneiden. Ich tausche nicht mit euren Freuden. Der Himmel hat mich recht geliebt, Der mir die Stimme wieder giebt. Was ich gewesen, werd ich wieder: Johann, der muntre Seifensieder.
Página 238 - Krieg hört auf; man ist der Zwietracht müde. In unserm Reich ist Ruh und Friede! Ich selber trag' ihn dir von allen Füchsen an. O Freund, komm bald herab, daß ich dich herzen kann! Wie guckst du so herum? - Greif, Halt und Bellart kommen, Die Hunde, die du kennst: versetzt der alte Hahn; Und als der Fuchs entläuft: Was, fragt er, ficht dich an? Nichts, Bruder! spricht der Fuchs: der Streit ist abgethan; Allein ich zweifle noch, ob die es schon vernommen.
Página 126 - Tagwerk konnt' ihm Nahrung bringen; Und wann er aß, so mußt' er singen, Und wann er sang, so war's mit Lust, Aus vollem Hals und freier Brust. Beim Morgenbrot, beim Abendessen Blieb Ton und Triller unvergessen; Der schallte recht, und seine Kraft Durchdrang die halbe Nachbarschaft. Man horcht, man fragt...
Página 131 - Sorg' und Reichthum paart, Und manches Zärtlings dunkle Freuden Ihn ewig von der Freiheit scheiden, Die nur in reine Seelen strahlt Und deren Glück kein Gold bezahlt. Dem Nachbar, den er stets gewecket. Bis...
Página 126 - Nächten fraß Und seiner Wechsel oft vergaß. Kaum hatte mit den Morgenstunden Sein erster Schlaf sich eingefunden, So ließ ihm den Genuß der Ruh
Página 128 - Im Lesen war er anfangs schwach; Er las nichts als den Almanach, Doch lernt" er auch nach Jahren beten, Die Ordnung nicht zu übertreten, Und schlief, dem Nachbar gleich zu sein, Oft singend, öftrer lesend, ein.
Página 270 - Die zum Geschenk die schönste Rose brachte. Doch jene weist sie ab, und spricht: Ich nehme Rosen an; allein von Nattern nicht.
Página 82 - Die Fabel von dem Huhn und von dem Diamant War mir und dir und tausenden bekannt. Mein Freund! den Einwurf kannst du sparen. Sie war bekannt vor tausend Jahren: Ihr ändert nur mein Reim die äussere Gestalt; Und keine Wahrheit wird zu alt.

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