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Dres o en,
in der Wagner'schen Buchhandlung.

1 8 2 8.

Vollståndige Sammlung

klassischer und volkthůmlicher deutider Ged i dyte

aus dem 18. und 19. Jahrhundert,

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Dresden,
in der Wagner' dhen Buchhandlung

1.8 2 8.

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V or wo t.

Es ist schon mehrmals öffentlich ausgesprochen worden, daß unsre literatur, und namentlich die sonst so mannichfach ausgestattete neueste, an guten Idyllen nicht so reich ist, als man bei einer Dichtungsgattung erwarten sollte, in wels cher schon die alten Griechen und Römer Mas sterstücke geliefert haben, die zum Theil bis auf unsere Zeit gekommen sind. Nach getroffener Auswahl behielt daher der Sammler, da er auch in seinen Mittheilungen aus den Dichtern, die fich in einzelnen Gebieten der schönen Wissens schaften hervorthaten, z. B. hier aus Bob, nicht allzufreigebig sein darf und durchgångig bestimmte Grången zu beobachten gendthigt ist, einen im Verhältnis zur Masse des Vorgefundenen nur geringen Porrath.

Die chronologische Anordnung, welche bei der Legendensammlung unzulässig erschien, ist bei der

Idylle, weil sie zu verschiedenen Zeiten einen sehr verschiedenen Charakter - zeigte und stufen: weise Fortbildung geschichtlich nachweisen låßt, nach den im Vorworte zu den Balladen und Romanzen ausführlicher angegebenen Grundså: ben wieder gewählt worden, so daß die Eintheis lung in vier Bücher eben so viel Entwickelungss zeiträume bezeichnet. Bei dieser Gelegenheit werde zugleich bemerkt, daß ich, meinem ur: sprünglichen Plane getreu, ohne Rücksicht auf die etwa sonst gewöhnlichen allgemein - literarge: schichtlichen Eintheilungen, jede Dichtart als ein unabhängiges für sich bestehendes Ganzes be: trachten muß und daß demnach ein und derselbe Dichter bei verschiedenen Dichtarten je nach den Umstånden in verschiedenen Zeitraumen auftre: ten kann.

Um den Sefer mit dem Charakter der ersten Periode bekannt zu machen, die aus der Schule der alten Klassiker hervorging und sich beinahe lediglich auf Schilderungen des arkadischen und arkadisirenden Schäferlebens beschränkte, habe ich zwei Joyllen von Rost und eine von Pfeffel, welche ebenfalls ganz im Geiste dieser Zeit ge: schrieben ist und bei weitem zu den bessern die: fer Gattung gehört, für ausreichend gehalten, zumal da spåterhin bei dem Liede noch manche

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