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DEUTSCHE SYNTAX.

VON

THEODOR VERNALEKEN.

ERSTER THEIL.

WIEN, 1861.
WILHELM BRAUMÜLLER,

K. K. HOFBUCHHÄNDLER.

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JA C O B G R I M M

ZUGEEIGNET.

VORWORT.

.

Die

ie laut- und formenlehre erfreut sich seit 40 jahren (J. Grimms Deut. Gramm. 1822 ff.) der besten pflege; die satzlehre ist als theil der grammatik begonnen (Gr. Gr. IV. 1837) und wird in anderer form fortgesetzt. Dass nämlich das „deutsche wörterbuch“ bedeutendes auch für die syntax leistet, zeigt jedes blatt dieses großen werkes.

Die historische Sprachforschung hat auch die syntax auf einen neuen weg geführt. Es handelt sich nicht mehr um herstellung eines systematischen gerüstes mit dürftigen beispielen, nicht mehr um logische kategorien (Herling, K. F. Becker, Fr. Schmitthenner u. a.), sondern die sprache will aus sich selbst erforscht sein. Erst kürzlich hat Grimm (Pfeiffers Germania I. 1, 33) dazu aufgefordert, „den ganzen bau unserer sprache aus ihren eigenen mitteln zu ergründen. Mängel und lücken der begonnenen forschung bleiben allenthalben zu berichtigen und auszufüllen. „Mir sagt er wird es schwerlich vergönnt sein, die große masse der seit 20 und 30 jahren nachgesammelten stoffe meiner lust nach zu verarbeiten, und was meine augen nicht gesehen haben, ersehen andere.“ Und in der vorrede zur geschichte der deutschen Sprache XVI. klagt er: „Was ich zujüngst in der deutschen grammatik geleistet habe und der grösten erweiterung allenthalben fähig wäre, ist nur lässig und kalt aufgenommen und von keinem fortgeführt worden.“

Mit welchen schwierigkeiten dies verbunden ist, dessen war ich mir wohl bewust und habe es unterwegs genugsam erfahren. Ich begreife daher das zurückhalten, insbesondere was die syntax betrifft, bei der man mit der philosophischen seite begonnen hat

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